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cross
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ein Periode-3 Oszillator
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Es würde zwar sehr unpraktisch sein auf diese Art einen Computer zu bauen, doch wenn wir genügend Zeit hätten und das Life-Muster groß genug wäre, könnten wir jedes Programm, dass auf Deinem PC läuft, auch auf dem Life-PC laufen lassen.
Für Spezialzwecke hat man solche Life-Computer schon konstruiert z.B. zur Berechnung von Primzahlen.
Ich spreche hier von einem Computer, dessen logische Gatter aus der Interaktion von Gleitern und Raumschiffen bestehen, also aus Mustern im Life-Universum. |
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Man könnte sich sogar ein Muster ausdenken, dass sich
selbst und andere komplexe Lebewesen im Life-Universum herstellen/erschaffen
könnte. Noch niemand hat es gemacht, weil dieses Muster
sehr, sehr groß wäre. Aber man hat nachgewiesen,
dass es grundsätzlich möglich ist.
Es bedeutet, dass Life-Muster existieren, die sich selbst
reproduzieren können. Erinnert Dich das nicht an Computerviren?
Diese Life-Muster können ihre Baupläne kombinieren
und ihre Gene mutieren.
Da wir mit Gleitern und Raumschiffen und ihrer Interaktion
logische Schaltungen darstellen können, lässt sich
theoretisch mit einem genügend großen Ausgangsmuster
auch jede künstliche Intelligenz erzeugen. Man könnte
seinen Lebewesen auch Intelligenz einhauchen.
Wird Dir nicht schwindlig? Bist Du sicher, dass Du kein Muster
bist? Ich sag ja immer, Mathe ist das wahre Leben.
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Wofür ist Life gut?
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Das Studium der Life-Muster hat schon und wird auch weiter
zu vielen Entdeckungen in allen Bereichen der Mathematik und
in anderen Wissenschaften führen.
Das Verhalten von Zellen und Tieren kannst Du besser verstehen,
wenn Du es auf einfache Regeln zurückführen kannst.
Oft vermuten wir intelligentes Verhalten, wo vielleicht ein
paar simple Regeln gelten. Denk einmal an eine Ameisenkolonie.
Noch hat niemand die Regeln entdeckt nach denen eine solche
Population lebt. Aber ich kann Dir virtuelle Termiten bieten,
die nach 2 einfachen Regeln Holzstückchen anhäufen:
Klick
hier
Die Seite ist leider in Englisch. Merk' auf:
Wer Englisch kann, hat mehr vom Internet.
Dort scheint intelligentes Verhalten vorzuliegen.
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| Bitte schließe erst das alte Applet-Fenster. |
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Was sagt uns das über die Natur von Intelligenz?
Die mathematischen Hilfsmittel, die uns das Studium
der Life-Muster beschert hat, könnten uns auch bei der Analyse
von Verkehrsproblemen helfen.
Computerviren sind ebenfalls Beispiele für
zelluläre Automaten. Das Studium dieses einfachen Spiels könnte
dazu führen, dass wir einfürallemal ein Heilmittel dagegen
finden.
Auch menschliche Krankheiten könnten geheilt
werden, wenn wir besser verstehen wie Zellen leben und sterben.
Wir könnten die Galaxien erforschen, wenn wir
Maschinen bauen könnten, die sich selbst reproduzieren könnten.
All das ist theoretisch möglich, aber noch
ist es nicht erfunden. Willst Du nicht mitarbeiten?
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Mathe-Zaubergarten mit Spaß
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Game of Life
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Was ist das Game of Life? Es ist kein Spiel im herkömmlichen
Sinn. Du kannst hier nicht gewinnen und Du kannst
auch nicht verlieren. Wenn Du einmal die Ausgangssituation
des "Lebens" festgelegt hast, bestimmen
die Regeln das weitere Geschehen. Es ist ein sich
selbst organisierendes System. Nichtsdestotrotz ist
das "Leben" voller Überaschungen. In
den meisten Fällen ist es unmöglich aus
Deinen Ausgangsbedingungen mit Hilfe der Regeln vorherzusagen,
wie sich das "Leben" zukünftig entwickeln
wird.
Regeln des "Game of Life"
"Life" wird auf einem Gitternetz, das quadratische
Zellen - wie bei einem Schachbrett - bildet, gespielt.
Nur musst Du Dir dieses Gitternetz, Du kannst es auch
als Pixelnetz auffassen, nach allen Seiten ins Unendliche
ausgedehnt vorstellen. Du kennst das ja von der Zeichenebene
in der Schule. Damit ich hier keinen Trockenschwimmkurs
veranstalte, darfst Du erst einmal mit einem Minispielbrett
das "Game of Life" spielen.
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Wenn Du jetzt Zellen links im Applet anklickst,
färben sie sich rot und Du erweckst sie
sozusagen zum Leben. Zum Überleben brauchen
Deine Zellen Nachbarschaft, aber zuviel Nachbarschaft
bedeutet Überbevölkerung und sie sterben
ab. Zu wenig Nachbarschaft heißt, sie
sterben an Einsamkeit aus Mangeln an Partnern.
Wie Deine Zellen Nachkommen erzeugen können,
darüber lasse ich mich unten aus. Du solltest
einfach einmal einen Zellhaufen per Klick zum
Leben erwecken, den Schieberegler auf "perm"
stellen (ganz nach rechts schieben), und schauen
wie sich Deine Zellpopulation entwickelt.
Ich glaub, ich habe vergessen Dir zu sagen,
dass Du noch auf Start klicken sollst.
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Jede neue Generation wird nach einer Überlebensregel
(I), einer Sterberegel (II) und einer Geburtsregel
(III) ermittelt.
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Eine Zelle a ist
entweder von einem Lebewesen besetzt oder nicht.
Welchen Zustand sie in der nächsten Generation
hat, hängt von der Besetzung der acht Nachbarzellen
ab. |
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1. Fall: Die Zelle a ist besetzt.
I. Das Lebewesen in dieser Zelle überlebt, wenn
es 2 oder 3 Nachbarn hat.
II. Das Lebewesen stirbt, wenn es 0, 1, 4, 5, 6, 7
oder 8 Nachbarn hat.
Bei keinem oder einem Nachbarn stirbt es aus Einsamkeit,
bei 4 bis 8 wegen Überbevölkerung.
2.Fall: Die Zelle a ist nicht besetzt.
III. Gibt es zu dieser Zelle genau 3 Lebewesen in
den Nachbarzellen, so entsteht hier ein neues Lebewesen.
In allen anderen Konstellationen bleibt sie leer.
Du solltest einfach mal verschiedene Mustern ausprobieren,
und schauen wie sich Deine "Schöpfung"
in "Life" benimmt. Aber ich will Dich auch
auf ein paar Ausgangssituationen aufmerksam machen,
die bestimmte Erscheinungen in "Life" hervorrufen.
Wenn Du im Web ein wenig danach googelst, findest
Du 'ne Menge Leute, ich will sie mal "pattern
hunter" oder "Muster-Jäger" nennen,
die nach Ausgangssituationen suchen, die bestimmte
Effekte hervorrufen.
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Wenn Du auf den Button
klickst, findest Du ein Life-Applet, dass einen
wesentlich größeren "Lebensraum"
bietet als das Applet oben. |
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Hier ist aber schon ein Muster mit 5 Zellen eingetragen.
Es heißt R-Pentomino. Klicke auf Go und schau
was passiert. Es war das erste Muster, dass Conway
fand und dass seinen Versuchen trotzte es per Hand
zu simulieren. Tatsächlich scheint das "Lebensmuster"
stabil zu werden oder zumindest leicht vorhersagbar.
Aber das geschieht erst nach 1103 Schritten (Generationen).
Einige der frühsten Computerprogramme für
Life wurden geschrieben um das Schicksal dieses kleinen
Musters zu erforschen. Damals 1970 war das noch für
viele Computer eine große Herausforderung. Heute
berechnet ein moderner PC auch kompliziertere Abfolgen
in einer Sekunde.
Wenn Du das Schicksal des R-Pentominos beobachtest,
siehst Du einige charakteristische Populationen, denen
man auch Namen gegeben hat z.B. Gleiter und Blinker.
Am Ende bleiben einige stabile Populationen und Blinker
zurück. Conway hat die stabilen Populationen
"still lifes" Stillleben genannt. Hier einige
der bekanntesten Stillleben, sie enthalten nur Lebewesen
mit 2 oder 3 Nachbarn und ändern sich nicht mehr.
Stillleben
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block
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beehive
Bienenkorb
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boat
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ship
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loaf
Laib
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Wie sind diese Populationen zu ihrem Namen gekommen?
Ganz einfach, wer sie gefunden hatte, durfte sie benennen.
Hier noch einige andere auffällige Populationen.
Übrigens wenn Du im Applet auf "Clear"
klickst, kannst Du mit Deinen eigenen Mustern experimentieren.
Oder Du gehst im Menü auf "Open" und
wählst Dir ein Muster aus, dass andere vor Dir
erdacht haben. Vielleicht schaffst Du ja auch mal
sowas.
Oszillatoren
Er gehört zu den Periode-2-Oszillatoren. Die
Periode gibt an nach wieviel Generationen sich das
Bild wiederholt.
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Eine
andere auffällige Population ist der Blinker.
Er besteht aus drei Lebewesen, die abwechselnd
übereinander oder nebeneinander liegen. |
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Die Kröte kannst
Du ganz kurz auch im R-Pentomino sehen. Sie erscheint
nach 737 Schritten weit rechts. Doch schon nach
14 Schritten wird sie durch eine Explosion in
der Nähe zerstört. |
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blinker
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toad
Kröte
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Beide gehören zu den Periode-2-Oszillatoren.
Die Periode gibt an nach wieviel Generationen sich
das Bild wiederholt.
Gleiter
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Es gibt merkwürdige
Gebilde, die sich diagonal auf dem Feld bewegen.
Sie bringen ein interessantes Moment in die Abfolge
der Generationen. Die "Gleiter" bestehen
in jeder Phase aus 5 Lebewesen und haben die "Periode"
4. |
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The Queen Bee Shuttle
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Übersetzt heißt
das Bienenkönigin's Shuttle, aber der englische
Begriff gefällt mir besser. Auch dieses sehr
wichtige Muster erscheint im R-Pentomino für
kurze Zeit nach 774 Schritten. In dieser stürmischen
Umgebung hält es sich aber nicht lange. Gib
es doch einmal für sich allein ins Applet
ein. Erst bewegt es sich nach rechts, erzeugt
ein Stillleben, und zwar einen Bienenkorb. Dann
bewegt es sich nach links und erzeugt dort ebenfalls
einen Bienenkorb und bewegt sich wieder nach rechts.
Aus diesem Grund nannte es Conway Queen Bee Shuttle.
Unglücklicherweise kracht es jetzt in den
zuvor erschaffenen Bienenkorb. Aber das lässt
sich verhindern. |
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Hier siehst Du einen
Bienenkorb und dahinter einen Block gesetzt. Probier
dieses Muster mal aus. Was passiert? Du wirst
sehen, dass der Bienenkorb verschwindet und der
Block bleibt. Wenn Du nun auf beiden Seiten der
Königin einen Block setzt, dann wird der
Bienenkorb zerstört und das Queen Bee Shuttle
läuft für immer hin und her. Wohin der
Block muss ? Na, das finde nur selber heraus. |
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Es ist ein Periode-30 Oszillator, weil es sich 15
Schritte in beide Richtungen bewegt.
Raumschiffe
Die orthogonalen Raumschiffe bewegen sich nicht diagonal
wie die Gleiter, sondern nach rechts, links, oben
oder unten. Es gibt sie in 3 Größen. Sie
heißen lightweight spaceship, middleweight spaceship
und heavyweight spaceship, abgekürzt LWWS, MWSS
und HWWS. Die Populationen erinnern sowohl im statischen
Zustand als auch in der Bewegung mehr an Vögel
als an Raumschiffe.
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light weight
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medium weight
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heavy weight
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Weitere interessante Objekte
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pentadecathlon
Eine Reihe von 10 lebenden Zellen
wird zu einem Periode-15 Oszillator.
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pulsar
Dieses Muster wird zu einem
sehr hübschen Periode-3 Oszillator.
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Die letzten beiden Start-Populationen sind symmetrisch.
Gibt man eine symmetrische Figur vor, so bleibt die
Symmetrie in allen nachfolgenden Generationen erhalten.
Dadurch ist sie zu jeder Phase ansehnlich. Versuchs
mal mit einem Fenster mit Fensterkreuz.
Zu Anfang der Life-Forschung nahm man an, dass alle
Populationen irgendwann stabil werden. Man hatte noch
keine gefunden, die ewig weiterwachsen. Das erste
immer weiter wachsende Ausgangsmuster, dass man entdeckte,
war "Run Gun 30".
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Weitere interessante Ausgangsmuster findest Du im
Applet selbst und zwar unter dem Menüpunkt "Open".
Aber eigentlich solltest Du selber interessante Ausgangsmuster
finden.
Welchen praktischen Nutzen für die Mathematik
und die Wissenschaft hat nun dieses Spiel von Mr.
Conway? Darüber lasse ich mich noch ein wenig
am Rand aus.
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Quelle
math.com |
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Diese Seite wurde zuletzt am
Mittwoch 16 September, 2009 19:50
geändert.
© 2002 Wolfgang Appell
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John H. Conway
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Ausgedacht hat sich dieses "Spiel" der amerikanische
Mathematiker Conway. Bekannt wurde das Game of Life, als es im Jahr
1970 im Wissenschaftsmagazin Scientific American (desses deutsche
Ausgabe heute Spektrum der Wissenschaft heißt) vorgestellt
wurde. Heute ist das Web voll davon und es ist wirklich ganz ernsthafte
Mathematik. Aber Du sollst nur Spielen damit.
Bevor Conway die Regeln festlegte, wie sie im Hauptteil beschrieben
sind, hat er viele andere Möglichkeiten versucht. Aber entweder
starben die "Zellen" zu schnell oder es wurden zu viele
geboren. "Life" balanziert diese Tendenzen aus. Mit den
Regeln im Haupteil ist es schwer vorherzusagen ob ein "Muster"
völlig ausstirbt, eine stabile Bevölkerung entwickelt
oder ständig wächst.
"Life" ist nur ein Beispiel dafür, was die Mathematiker
"zelluläre Automaten" nennen.
Als Grundlage für alle zellulären Automaten dient stets
ein Spielfeld, das aus vielen kleinen Pixeln besteht. Jeder einzelne
dieser Pixel kann verschiedene Zustände annehmen. Im einfachsten
Fall sind es zwei (weiss oder schwarz, tot oder lebendig, 0 oder
1). Komplexer wird die Situation, wenn ein Pixel 4 oder noch mehr
Zustände annehmen kann. Je mehr Eigenschaften ein Pixel haben
kann, umso mehr Variationen der Spieregeln stehen offen. Mit 4 Zuständen
kann ein Pixel neben tot und lebendig z.B. auch permanent sein,
was zwar eine aufwendigere Auswertung zur Folge hat, dafür
aber ganz neue Möglichkeiten von zellulären Automaten
eröffnet.
Das Interessante an solchen kleinen schwarzen Punkten liegt darin,
dass jeder einzelne eine Art von Leben darstellen kann. Abhängig
von der direkten Umgebung können Pixel zum Leben erweckt werden,
weiterleben oder sterben. Die Kriterien dafür liefern jeweils
die direkten Nachbarpixel (4 an den Seiten, 4 in den Ecken), was
erklärt, dass nur kontinuierliche und keine sprunghaften Ausbreitungen
von Figuren vorkommen können.
Das Spielen besteht nun darin, interessante Varianten zu erkennen,
d.h. die Bedingungen für ein Überleben, Sterben bzw. Entstehen
eines Pixels geschickt auszuwählen, so dass nicht innerhalb
weniger Zyklen das gesamte Spielfeld schwarz oder weiss wird. Spielerische
Anwendung solch zellulärer Automaten, die primitives Leben
simulieren, finden beispielsweise als Bildschirmschoner Verwendung.
Aber das ist natürlich nicht alles, warum sich Wissenschaftler
oder Mathematiker für solche "sich selbst organisierende
Systeme" interessieren. Das Studium solcher Systeme kann uns
verstehen lernen, wie die Muster auf einem Blütenblatt oder
die Streifen bei einem Zebra entstehen. Auch hier handelt es sich
um ein Muster lebender Zellen. Ja es erklärt vielleicht sogar
die verschiedenheit des lebens auf der Erde selbst.
Aber ich will Dich ja nicht in Hochschule treiben, sondern nur
mit einem interessanten Gebiet moderner Mathematik bekannt machen.
Und Du brauchst keine Spezialkenntnisse.
Die 3 einfachen Regeln im Hauptteil sind alles was Du brauchst
um mit "Life" Entdeckungen zu machen. Bei den meisten
Computerspielen erschaffen die Programmierer die komplexen Spielsituationen.
Hier sind es 3 simple Regeln. Dennoch ist wohl "Life"
das am meisten programmierte Spiel auf der Welt.
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Ist Life lebendig?
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Könnten sich in einem ausreichend großen Life-Universum
lebende Geschöpfe entwickeln, wenn wir nur lange genug warten
würden? So einfach Life mit 3 Regeln zu beschreiben ist, entwickelt
Life eine Komplexität, die wir ähnlich auch in unserem
eigenen Universum finden.
Es ist eine spannende Frage zu sehen, was geschehen würde,
wenn wir in einem unendlich großem Life-Universum jede Menge
verschiedener Zufallsmuster aussäen würden. Wahrscheinlich
würde die Komplexität der Muster und des Geschehens weit
größer sein als hier auf Deinem Computer. Auch in unserem
eigenen Universum besteht ein Riesenunterschied zwischen der Geschichte
der Erde oder des Universums und dem Zeitrahmen (Frame) unserer
eigenen Existenz. Über das was theoretisch möglich ist
habe ich mich schon am linken Rand ausgelassen.
Doch im Gegensatz zu unserem eigenen Universum ist Life sehr beschränkt.
Dennoch ist es ein schlichtes Beispiel die Kräfte der Evolution
darzustellen.
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Wie komplex kann Life werden ? |
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Ohne Kenntnis des Hauptteils wirst Du hier am Rand nichts verstehen.
Man kann einen Computer in das Life-Universum einbauen. Einen Computer, erschaffen aus "Lebewesen" oder Zellen, die nach den 3 Regeln von Life leben oder sterben.
Ich kann es hier nur kurz andeuten. Wenn es Dich wirklich interessiert, unten am Hauptteil habe ich die amerikanische Quelle angegeben. Hier findest Du 'ne Menge Links und Informationen.
Man kann Ströme von Gleitern und Raumschiffen erzeugen, die man dazu verwenden kann Informationen zu senden, ähnlich wie die elektrischen Signale in echten Computern. Diese Ströme von Gleitern und Raumschiffen kann man miteinander reagieren lassen und zwar in der Weise, das alle logischen Funktionen auf die sich die Arbeit eines Computers gründet, darstellen kann.
Hier wirst Du nur noch Bahnhof verstehen, wenn Du nicht weist was logische Funktionen sind. Aber ich fang hier nicht auch noch an daaas zu erklären.
Unter dem Periode-3 Oszillator am linken Rand geht es weiter! |
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