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Wie werden nun die Zahlen mit dem Abakus dargestellt
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Jeder Stab repräsentiert eine Dezimalstelle:
der rechte Stab die Einerstelle, der zweite von rechts
die Zehnerstelle, usw. Jede Perle im unteren Teil
steht für eine Einheit der jeweiligen Dezimalstelle,
jede im oberen für fünf. Eine Perle wird
gezählt, wenn sie in Richtung der Querstrebe
geschoben wird.
Sind fünf untere Perlen eines Stabes abgezählt,
erfolgt ein "Übertrag" in den oberen
Bereich: Eine Fünferperle wird gesetzt, die Einer
zurückgeschoben. Sind beide oberen Perlen gezählt,
dann wird das Ergebnis (10) auf die nächste Stelle
Dezimalstelle - das ist der linke Nachbarstab - übertragen.
Nachkommastellen - beispielsweise zum Rechnen in
DM und Pfennigen - können berücksichtigt
werden, indem man sich das Dezimalkomma fest zwischen
zwei Stäben denkt. Die Stäbe links davon
stellen dann den ganzzahligen (DM-)Anteil dar, die
Stäbe rechts den gebrochenen (die Pfennige).
Echte Professionalität auf dem Abakus erreicht
man nur mit der richtigen Fingerfertigkeit: Beim dargestellten
chinesischen Abakus werden die Perlen im unteren Teil
nur mit Daumen und Zeigerfinger bewegt, der Daumen
schiebt die Perlen nach oben, der Zeigefinger in der
Regel nach unten. Die Perlen im oberen Teil werden
mit dem Mittelfinger nach unten und oben bewegt.
Ausnahmen gibt es bei bestimmten Operationen, beispielsweise
Addition von 3 zur 8. Hier muß der Zeigefinger
Perlen hochschieben. Die Addition der Drei wird Jian
Chi Jia Shi genannt und bedeutet subtrahiere 7 addiere
10.
Dem erstmaligen Anwender des Suan Pan (des chinesischen
Abakus) die Frage, wozu auf jedem Stab Kugeln im Wert
von insgesamt 15 Zählern angebracht sind (zwei
mal fünf-wertig im "Himmel" plus insgesamt
fünf einfache Zähler in der "Erde",
also unterhalb der Leiste), wenn man doch pro Spalte
lediglich Ziffern von eins bis neun darstellen muß
(siehe Soroban = japanischer Abakus), also neun Zähler
pro Spalte ausreichend wären. Wir folgern daraus, die Zahl 10 lässt
sich demnach auf verschiedene Arten darstellen:
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