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CiViS, "der Verstand der Stadt"

Öffentlicher Nahverkehr auf eigener Fahrbahn mit elektrischem Antrieb

CiViS
1:1-Modell des CiViS während der Präsentation auf einer Messe

Dieses Fahrzeug stellt einen Mittelweg zwischen Bus und Straßenbahn dar und besitzt einen elektrischen Antrieb sowie eine Spurführung. Daher wird er manchmal "Straßenbahn auf Gummireifen" genannt, obwohl keine Schiene vorhanden ist. Die elektrische Energie kann über ein Obus-System (Stromabnehmer, Oberleitung) oder über einen Dieselgenerator zugeführt werden. Ein Motor direkt in den Hinterreifen montiert (Radnabenmotor) ermöglicht einen durchgehenden flachen Boden mit einer Freifläche von 900 mm Breite am hinteren Rad. Das System Dieselmotor-Generator reduziert den Verbrauch um ungefährt 5 bis 7%, sowie reduziert die Emissionen um 15 bis 20%.

CiViS existiert als Bus von 12,5 m Länge (eine angetriebene Achse), sowie als Gelenkbus mit 18 m Länge (zwei angetrieben Achsen). Auf einer Versuchsstrecke in St. Priest bei Lyon wurde das optische Spurführungssystem mit einer anderen Busreihe bereits ausgiebig getestet.

Das optische Spurführungssystem (optional) ermöglicht präzises Andocken an die Stationen sowie eine ruhige Fahrweise: eine Kamera folgt zwei parallelen Strichlinien auf der Straße. Eine Bildverarbeitung prüft die gelesenen Striche auf Plausiblität um Scherze der Art "der Bus fuhr nicht bei mir vorbei, also nehm ich einen Eimer Farbe und ändere die Spur so daß er bei mir vorbeifährt".

Selbst Hindernisse vor dem Bus (Auto) oder starker Regen beeinträchtigen nicht die Funktionsfähigkeit der Spurführung. Nachts beleuchten Scheinwerfer die Trasse. Aber wenn es zu stark schneit? Auf alle Fälle kann der Fahrer jederzeit eingreifen, einfach indem er das Steuer in die Hand nimmt.

Bei 60 km/h und Geradeausfahrt, kann das Fahrzeug mit meiner Fahrbahnbreite von 6,40 Meter anstatt sonst 7,80 Meter auskommen.


Beteiligte Unternehmen:


Der Markt

CiViS wird aktuell entwickelt, aber wurde schon in über 300 Exemplaren verkauft. Als Obus-Version wird er in Lyon und Grenoble verkehren, Liferbeginn ist Dezember 2000. Clermont-Ferrand mietet CiViS für Testzwecke mit Spurführung ab 2001 (Seite von Clermont) für das Projekt "Léo 2000". Rouen hat CiVis für seine Téor-Linie bestellt (57 CiViS für 2002-2006). ein CiViS kostet vermutlich ca. 1 Mio. DM.

Im Vergleich zu einem Tramliniennetz (Preis einer Straßenbahn um die 3 Mio. DM, Trassenkilometer um die 24-33 Mio. DM) ist ein Spurbusnetz billiger: man muß nicht alle unterirdischen Versorgungsleitungen (Wasser, Gas, Strom) verlegen. Allerdings werden die laufenden Kosten höher sein (Abnutzung des Straßenbelags, Energieverbrauch aufgrund der Reibung Gummi-Asphalt, deutlich stärker als Rad-Schiene). Ebenso stellt man häufig fest daß Busspuren häufiger von Autos zugeparkt werden als Straßenbahnschienen.


Neu: Fotos des Bruders Cristalis (2001), neuer Trolleybus für Lyon.

Fotos von der Ausstellung in St. Etienne (26 sept. 1999)

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das Modell im verkleinerten Maßstab
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in der Gelenkbus-Version
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spurgeführte Fahrt
interieur
Innenausstattung
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Busspur mit Führungs-Linien
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Radnabenmotor
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Radnabenmotor
conduite
Führerstand
Das 1:1-Modell ist in Clermont-Ferrand vom 20/11/1999 bis 12/12/1999 ausgestellt.


Die Konkurrenz:

Bleibt noch zu erwähnen, daß Mercedes die Servicefahrzeuge für den Eurotunnel mit elektromagnetischer Spurführung ausgerüstet hat, eine Induktionsschleife ist in die Fahrbahn eingelassen.
lars@fonline.de